Gedanken einer Seidkona ....

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"Runenhex"

Heute morgen an der Eiche...

... nachdem ich am Altar - meinem persönlichen Seidr-Hochsitz - gearbeitet habe, war es wieder dringend nötig, Energien auszutauschen. Am schönsten geht das für mein Wesen an Eichen.

Nach der Seidr-Arbeit, wenn ich wieder im Hier und Jetzt lande, ist mir oft sehr kalt. Das ist natürlich völlig normal, aber es ist wichtig, den Körper nach diesem Tun wieder völlig zu beleben. Schließlich wurde er ja ne gewisse Zeit sozusagen "allein" gelassen und kühlt dabei aus... ohne Seele drin.

Ich liebe diese Art der Arbeit. Und immer öfter kann ich dadurch auch Menschenwesen helfen, die nicht direkt zu mir kommen können. Es kommt natürlich immer auf die Geschichte an... und darauf, ob die Geister wollen, das ich sehe und helfe. Seidr-Arbeit ist kein Toaster. Man kann nicht was weißes reinstecken und es kommt sicher geröstet wieder raus. Lach... was für ein Beispiel wieder... danke Morak.

Aber man kann es versuchen... Meist klappt es, und das Brot schmeckt danach viel knuspriger. Wie das Leben eben auch, wenn man es ein bisserl siedet.

Seidr .... eine geheimnisvolle, einfache schamanische Art zu arbeiten. Es gibt nicht viel offizielles Wissen dazu und jeder der so arbeitet, tut es anders. Aber jeder der Seidr kann, weiß das es Seidr ist. Und nichts anderes.

Diese Art der Verbindung und die Möglichkeiten, damit das Wyrd zu beeinflussen ist nicht vergleichbar mit anderen medialen Arten der Arbeit. Auch nicht mit Kartenlegen oder einem Runenwurf. Ich hab Jahre gebraucht um zu erkennen, was ich da tu. Was damit möglich ist, das lerne ich jeden Tag. Immer wenn ich für Wesen oder Natur oder Menschen diese Dinge tu.

Es ist aber auch eine Herausforderung...

... denn man fängt an, aufzuhören.

Es fällt immer schwerer, mit Menschen zu sprechen - besonders über diese Themen. Manchmal weiß man grade nicht, in welcher Realität man ist und man vergisst, welche Regeln anzuwenden sind, um klar zu kommen. Man wird still. Und schüchtern. Nur in der Arbeit ist man wirklich DA.

Deshalb strukturiere ich dieses Tun inszwischen modern. Menschen die mich um Hilfe der Geister bitten, können mir ihre Geschichte schreiben. An der Art und Ausführlichkeit fühle ich, wie wichtig das ist. Und kann dann in Ruhe und in meinem Tempo arbeiten. Besonders danke ich da whatsapp. Denn kurz nach der Rückkunft aus der anderen Ebene sind meine Eindrücke am stärksten. Auch wenn Stimme und Tonfall noch träge sind. Dann spreche ich auf dieses Medium... ohne Zensur. Ohne menschlichen Verstand. So wie früher die Seidkona, die SpaeFrau, gleich nach der Sicht die Erkenntnisse und Bilder weitergab. Diese Bilder fallen dann in das Wesen des Fragenden ... und es entsteht eine Zusammenarbeit... ein heranarbeiten an Lösungen.
Seidr. Diese Zusammenarbeit kann kurz sein, kann aber auch Monate dauern. Das liegt nicht in meiner Hand.

Und dann... danach... zieht es mich zu einer Eiche... die mich dann wieder ins Hier und Jetzt der Menschenwelt Midgards befördert.

Heil Yggdrasil.

Runenhex, Juli 2018